Hatsune Miku (Good Smile Company)

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Heute nehme ich die Tradition einiger Otaku-Blogs auf und mache ein kleines Figure-Review. Mein Japanbesuch ist ja nicht ganz ohne Folgen geblieben, wie manche schon wissen. Allerdings werde ich mich hüten, meine Figur für ein gutes Foto in unangenehme Orte wie die Mikrowelle oder den Backofen zu befördern. Das hauseigene Fotostudio in Bad Urach muss herhalten, und ich finde grade bei unserer Miku hier kommt das ziemlich gut.

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Goodsmile ist bekannt für Figuren in hervorragender Qualität. Nicht jeder hat natürlich das Glück, vor Ort über Qualität und Ausarbeitung entscheiden zu können. Es hat mir in Tokio regelrecht die Sprache verschlagen, wie viel Schund aus China und Umgebung in den Regalen stand (in der Regel ganz unten und hinten im Eck).

Hatsune im Format 1:8 ist ein hervorragendes Beispiel, wie man verschiedene Lackierungen einsetzen kann um spannende Effekte zu erzielen. Das Gesicht ist ebenfalls ausdrucksstark und authentisch – sofern man das bei einer Mangafigur denn so sagen kann. Die Farben sind schattiert und sorgen für einen guten plastischen Effekt.

Die Figur ist rundherum gut gearbeitet und ist ein Blickfang aus allen Richtungen. Ich war zunächst beim Auspacken erschrocken, als mir die Figur in drei Teile zerfiel (Oberkörper, Unterkörper, Rock). Schnell stellte sich heraus, dass das jedoch lediglich der Detailverliebtheit des Herstellers zu schulden war.

Ich hab mich allerdings nicht getraut. Ich meine, die Figur noch einmal auseinander zu reißen. Noch während meines Aufenthaltes im September war bereits eine überarbeitete größere Version der Figur angekündigt, welche man sich vorbestellen konnte.

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Live-Blog Japan aus Utsonomiya

Hallo Japan 2009 Reportage

Das war »Hallo Japan 2009«, auf Wiedersehen in Berlin 2010! Hier im Blog begann es mit diesem Eintrag. Ein zusammenfassender Beitrag mit sehr witzigen und authentischen Videoclips des gesamten Aufenthaltes sowie der letzten drei Tage folgt an dieser Stelle, sobald ich meinen Jetlag auskuriert und meine Kunden liebevoll gehätschelt habe Ende Oktober.

Macht’s gut und danke für den Fisch!

Wir sind wieder in Tokio angekommen, genauer gesagt im BumB in der Tokio Bay. Viel luxuriöser als das Yoyogi und die Zimmer viel geräumiger und sauberer. Wir haben zwar Dreibettzimmer, aber dafür eigene Dusche und kostenloses Internet. Schade, dass wir hier nur zwei Nächte bleiben werden. Heute abend hat es mich nach Odaiba gezogen, der ganze Tag war schon grau vernebelt aber das Riesenrad hat mich angefunkelt. Also bin ich einfach rübergefahren, denn wir befinden uns ja schon in der Bucht und ich musste quasi nur noch auf die Insel springen.

Leider habe ich die falsche Zuglinie erwischt, so dass ich statt über die Rainbow-Bridge zu fahren mich von unten angeschlichen habe. Dafür war die sechzehnminütige Fahrt mit dem Riesenrad auf der künstlichen Insel in der Tokiobucht sehr schön. Auf dem Weg zurück nach unten konnte ich mir dann überlegen, wie ich dem Regenguss entkomme. Aber da hatten die Händler bereits ihre Regenschirme ausgestellt und ich konnte mir einen für vier Euro ergattern.

Der Abschied von meinen Gasteltern am Morgen war herzlich, ich habe viele Geschenke mitbekommen und die Einladung, mit Familie wieder zu besuchen. Die Deutschen, die sich hier in der Tokio Bucht wieder getroffen haben (68 an der Zahl, sowie vierzig Japaner die uns noch einmal am Abend begleiten wollen) sind durchweg positiv gestimmt.

Fünf Minuten (Update)

Stellt man sich in Japan zur richtigen Zeit an die richtige Kreuzung, kann man ein interessantes Phänomen beobachten. Eine Schaar von uniformierten Schulmädchen auf dem Weg in die Shoppingmeile oder nach Hause, stets begleitet von einer Schaar uniformierter Schuljungen, wird im Takt der Ampel auf die Straße geworfen. Immer sind es Grüppchen, die lachend und feixend den restlichen Nachmittag damit verbringen, neue Anhängsel für ihre Handystraps zu kaufen, Purikuris zu schießen oder einfach in den zahlreichen Spielhallen mit dem UFO-Catcher ein bisschen Geld liegen zu lassen. “Ich hab mich heute mit der kleinen Schwarzhaarigen unterhalten” ist bei den ausländischen Gästen ein oft gehörter Spruch.

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